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Editorial "jetzt" April 2018 PDF Drucken E-Mail
Tuesday, 08. May 2018

Es geht weiter...

Ein Donnerstagabend vor 11 Jahren. Ich kannte Remo Huber als Repräsentanten der grössten Ostschweizer Wochenzeitung. Man traf sich ab und zu an Medienveranstaltungen. Als er mich nun an besagtem Donnerstag fragte, ob ich Lust und Zeit hätte, bei seinem neuen Projekt mitzumachen, war ich ziemlich überrascht.

Der Mann ist mutig, dachte ich mir. Ohne grossen Verlag im Rücken will er von Null an eine Monatszeitschrift aufbauen. Die internetbedingte Entwicklung im Medienwesen war absehbar. Als damaliger Chefredaktor und Produzent des «Trend Magazins» konnte und wollte ich nicht zusagen, half ihm aber beim Aufbau und vermittelte Mitarbeitende.
Über die Jahre pflegten wir stets einen regen Austausch. Ab und zu half ich aus, wenn es nötig war.

Die Nachricht von seinem Hinschied Anfang Jahr traf auch mich völlig überraschend. Es war für mich selbstverständlich, dass ich seinen Angehörigen bei der bevorstehenden Liquidation des «jetzt» helfen würde.

Ob er noch Büromöbel brauchen könnte, fragte ich meinen guten Freund Emanuel Elsa, Herausgeber des «No. 1 Magazine’s». Ja, sagte er erfreut zu. Vor Ort über die Stilllegung des «jetzt» informiert, fragte er Remo Hubers Hinterbliebene spontan, ob er es denn weiterführen dürfe. Und so reaktivierten wir die ganze Crew. Inklusive Brigitta Huber, welcher ich sehr dankbar bin, stampften wir innerhalb von zwei Wochen diese Ausgabe aus dem Boden.

Und so sitze ich nun hier und tippe erstmals seit meinem Weggang 2013 vom inzwischen eingestellten «Trend Magazin» wieder ein Editorial. Dabei wollte ich doch die Finger von den Medien lassen, denn, dies ist uns allen klar, einfach wird das in der heutigen Zeit nicht.

Markus Tofalo
Produktion

 
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